Keine eindeutigen [Symptome

Missbrauchte Kinder stoßen die Erwachsenen nicht mit der Nase auf ihr Problem. Mit unscheinbaren, leisen und versteckten Zeichen signalisieren sie, dass etwas nicht stimmt. Die codierten Hinweise sind teilweise gleich oder ähnlich, trotzdem ist die Liste der Anzeichen eines sexuellen Missbrauchs sehr lang und von Fall zu Fall verschieden. Denn es gibt keine eindeutigen Zeichen ? sie können Anzeichen für einen Missbrauch sein, können aber auch Zeichen aufgrund anderer Probleme oder nur eine Entwicklungsphase sein. Das macht das Erkennen sehr schwierig. Umso wichtiger ist es, die Notsignale missbrauchter Kinder zu kennen, um sie auch erkennen zu können.

Anzeichen, die auf sexuellen Missbrauch hindeuten können:

Das Kind...

...leidet unter Angstzuständen
...ist plötzlich aggressiv und aufsässig
...zieht sich zurück
...ist hyperaktiv
...redet nicht mit Altersgenossen oder Erwachsenen
...fällt in eine frühere Entwicklungsstufe zurück
...klammert sich an die Mutter
...hat Angst vor Männern
...erfindet grundlose Lügengeschichten
...plötzliches Bettnässen
...spielt mit den eigenen Genitalien oder mit denen anderer Kinder
   oder Erwachsener
...wirft sich anderen in unpassender Weise um den Hals
...küsst nicht altersgemäß (z.B. mit Zunge)
...legt sein Schamgefühl ab
...macht anzügliche Bemerkungen, die nicht seiner Art bzw. seinem
   altersgemäßen Wortschatz entsprechen
...stellt nicht altersgemäße Fragen, die Sexualität betreffend
...erzählt von sexuellen Dingen, die es schwer erfinden kann
...entwickelt Fantasien, die sexuell überzogen sind und nicht mit der
   Fantasie eines Kindes in seinem Alter übereinstimmen

All diese Zeichen können viele andere Gründe haben und müssen nicht Symptom eines Missbrauchs sein. Wichtig ist, nicht in Panik zu verfallen und hinter allem einen Missbrauch zu vermuten. Aber man sollte im Hinterkopf behalten, dass die Möglichkeit besteht und wachsam beobachten, hinterfragen und im Fall der Fälle reagieren.